Gefällt dir die Richtung?
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Kennst du diese Situation? Du liest einen Satz und plötzlich lässt er dich nicht mehr los.
Bei mir war das dieser:
„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“
Als ich ihn zum ersten Mal gelesen habe, saß ich gerade im Büro meines damaligen Jobs. Ich blickte von meinem Computer auf, sah mich um und dachte:
Hilfe. Wenn das stimmt, dann möchte ich nicht so werden.
Dabei waren die Menschen um mich herum keine schlechten Menschen. Ganz im Gegenteil. Aber mir wurde in diesem Moment bewusst, dass ich andere Gespräche führen wollte, dass mich andere Themen interessierten und dass ich neugierig auf Möglichkeiten war, die in meinem damaligen Umfeld kaum vorkamen.
Heute sehe ich diesen Satz etwas differenzierter. Ich glaube nicht, dass wir automatisch zu den Menschen werden, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Aber ich glaube, dass unsere Umgebung einen viel größeren Einfluss auf uns hat, als wir oft denken.
Und diese Umgebung besteht aus weit mehr als nur Menschen.
Sie besteht auch aus:
den Büchern, die wir lesen,
den Podcasts, die wir hören,
den Webseiten, die wir besuchen,
den Filmen, die wir anschauen,
und den Gesprächen, die wir täglich führen.
Ein Coach gab mir damals eine einfache Übung mit:
Nimm ein Blatt Papier und notiere fünf Überschriften:
Menschen
Bücher
Podcasts
Webseiten / Social Media
Gespräche
Schreibe anschließend spontan auf:
Mit wem verbringe ich aktuell die meiste Zeit?
Welche Bücher lese ich gerade?
Welche Inhalte konsumiere ich täglich?
Worüber spreche ich am häufigsten?
Und dann stelle dir nur eine einzige Frage:
Wenn ich die nächsten fünf Jahre genauso weitermache – gefällt mir die Richtung?
Nicht:
Ist das richtig oder falsch?
Ist das gut oder schlecht?
Sondern einfach:
Gefällt mir die Richtung?
Das Schöne an dieser Übung ist, dass du nicht sofort dein Leben umkrempeln musst. Du musst niemanden aus deinem Leben streichen und auch nicht von heute auf morgen deinen Job kündigen.
Manchmal reicht ein neues Buch. Ein neuer Podcast. Ein neues Gespräch. Ein neuer Gedanke.
Oft beginnen große Veränderungen genau dort: nicht durch radikale Entscheidungen, sondern durch kleine neue Einflüsse, die nach und nach ihren Weg in unser Leben finden.
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